Lot 121
Jan Zrzavý (1890 - 1977) SCHIFFCHEN IM HAFEN

1929
Tempera, Sperrholzplatte
27 x 35 cm (h x b)
Signiert: unten rechts und links „Zrzavý 1929“ und „J.Z. 1929“

Rufpreis
1 600 000 CZK
   |   61 538 EUR
Erzielter Preis
2 600 000 CZK
   |   100 000 EUR
preis ohne Aufpreis

„Mit seiner authentischen kreativen Vorstellungskraft, in der er die tschechische Linie der spirituellen Lyrik mit der europäischen Moderne verband, beeinflusste Jan Zrzavý maßgeblich die Entwicklung unserer modernen Kultur. Sehr bald fand er seine eigene Ausdrucksweise, die die Erscheinungsform der Realität indirekt in aufwendigen Zeichen und Symbolen widerspiegelt. Aus dem Fachgutachten von Frau PhDr. Rea Michalová, Ph.D.: „Die „Schiffchen im Hafen“, die die Bewunderung des Autors für die bretonische Landschaft darstellen, sind Zrzavýs wunderschönes Werk, über das man sagen könnte, dass es als „konzentrierte Meditation“ entstand und die ureigenste Weltsicht des Autors bravourös mit der konkreten Realität in maximaler Harmonie verbindet. In einer Szenerie mit leise sich im Rhythmus kräuselnder Wellen wiegenden Kähnen, eingerahmt von rustikal-massiven Hafenmolen, gelang es dem Autor auf brillante Weise, den träumerischen Moment des bewegungslosen Gleichgewichts einzufangen, der sich aus dem Zusammenspiel zweier Kräfte – Land und Meer – ergibt. Hier kann man durchaus vom „Frieden in ewiger Bewegung“ sprechen. Jan Zrzavý entschied sich schon in jungen Jahren für die Malerei und verfolgte sein Ziel trotz des anfänglichen Widerstands seiner Familie, seines schlechten Gesundheitszustands und letztendlich seiner Unfähigkeit, sich an die Anforderungen des akademischen Unterrichts anzupassen. Das Studium bei Professor Emanuel Dítě an der Kunstgewerbeschule war ihm zu formalistisch. Er hielt es für unnötig und ließ sich 1909 von der Schule ausschließen. Ihn begeisterten insbesondere lyrische, in sich geschlossene, verträumte weiche Formen. Sein Metaphorik formten häufige Reisen und Auslandsaufenthalte, insbesondere nach und in Italien und Frankreich.

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