Lot 147
Karel Černý (1910 - 1960) SÜDBÖHMISCHE LANDSCHAFT

1942
Öl auf Leinwand
69 x 84,5 cm (h x b)
Signiert: oben rechts „K Černý Š 42“

Rufpreis
850 000 CZK
   |   32 692 EUR
Erzielter Preis
850 000 CZK
   |   32 692 EUR
preis ohne Aufpreis

Das charakteristischste Merkmal am Werk von Karel Černý ist die vereinfachte Form, welche oft in ein symbolisierendes Zeichen umgewandelt ist und die Essenz des dargestellten Themas einfängt. Keines seiner Werke entstand leicht und zufällig. Die Kunst von Karel Černý war keine Frage des Temperaments. Zu einem gewählten Thema kehrte er häufig zurück und studierte es sehr genau, so lange, bis er das endgültige Aussehen des betreffenden Werks definitiv im Kopf hatte. Wie Frau PhDr. Rea Michalová, Ph.D., in ihrem Fachgutachten ausführt: „Schon bei seiner ersten Einzelausstellung in der Ausstellungshalle der Vereinigung darstellender Künstler Mánes im Jahr 1942 war offenkundig, dass Karel Černý ein Maler mit tiefem Gefühl und scharfer Sinnlichkeit ist, der das ausgesprochen subjektive Erleben der Realität einer soliden Bildkomposition unterwirft. Das begutachtete Gemälde „Südböhmische Landschaft“, das der Autor im Geiste eines zugespitzten Subjektivismus als „Landschaft der Seele“ konzipierte, zeigt hervorragend, wie sich die Künstler während des Krieges eine „neue Poesie“ schufen. Gerade sie half dabei, den Pessimismus des Protektorats zu überwinden. Über Symbol und Metapher konnte sie den Betrachter eindeutig ansprechen. Die Absenz menschlicher Wesen erweckt den Eindruck, dass der Maler diese durch Telegrafenmasten ersetzt hätte, die jedoch auch als eine Art Kreuze oder Narbe verstanden werden können, Narben am Körper der Landschaft. Die Wolken, welche Černý selbst als „Pfannkuchen“ bezeichnete, haben die Funktion eines emotionalen Symbols, welches das „Mikrothema“ des Bildes ist – es bestimmt seine Stimmung und Bedeutung. Während in anderen Landschaften dieses Künstlers die Wolke „schwer wie ein Felsbrocken“ ist, finden sich hier nur vereinzelte Wölkchen, die sich sehr poetisch über den Himmel bewegen.“ Karel Černý lies sich in seinem Werk nicht von seinen Zeitgenossen hinreißen. Er schuf sich eine symbolisch-emotionale Sprache mit festen Regeln und vollen starken Konturen und großen farbigen Flächen. In seinem einsamen Sein fand er immer schlagkräftigere, ausdrucksstärkere Mittel und projizierte die Stimmung seiner Seele in seine Bilder.

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