Milan Antonín Beránek (1936 - 2019) SCHMERZ

34 x 57 x 28 cm (h x b x t)

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Bronze nach einem ursprünglich kleineren Modell aus Bildhauerplastilin. Milan Beranek ist ein tschechischer Bildhauer, Maler und Dichter, dessen Werk eine der eigenwilligen Linien der Kunst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts darstellt. Obwohl der Künstler eine Vielzahl von Werken geschaffen hat, gab es bis zum Jahr 2017 keine Ausstellung seines Gesamtwerkes. Bei verschiedenen Gemeinschafts- und Autorenausstellungen war immer nur ein kleiner Ausschnitt oder einige thematisch ausgewählte Werke zu sehen. Erst in seiner Gesamtheit erzählt es über die wichtigen Momente, nicht nur in der Kunstgeschichte, sondern auch im damaligen gesellschaftlichen und politischen Gebaren. Neben der Bildhauerei umfasst sein Werk auch zahlreiche Tagebücher und Anmerkungen. Zu der Plastik “Schmerz“ sagt der Künstler selbst: Das von Schmerz und Leid geneigte Haupt sinkt immer tiefer und sieht unverwandt in seine unmittelbare Umgebung. Die Hände sind vollständig verschwunden, denn der Grund ihrer Existenz existiert nicht mehr. Niemand soll gestreichelt werden, es gibt niemanden, den man mit den Händen aus der Tiefe des menschlichen Kummers herausführen könnte. Im Körper sind große Öffnungen, die Grausamkeit der Menschen und innerer Kummer hinterlassen sichtbare Spuren im Ausdruck. Die Beine sind, fast wie zum Spott, sehr lang und stark, sie könnten leicht alle menschlichen Entfernungen überwinden. Und doch ist jeder ihrer Schritte auf dieser Erde überflüssig. Sie sind in ihrer Untätigkeit gehorsam, die Füße sind eng nebeneinander, so als würden sie verstehen, dass es keinen Grund zu gehen gibt, dass es niemanden gibt, der auf sie wartet, der sie gerne und mit einem Lachen begrüßen würde.“ Ref.: Katalog zur Ausstellung Milan Beranek, Arthouse Hejtmanek, 2017, Seite 26.