Lot 162
Jan Kotík (1916 - 2002) SCHRÄG LEHNENDES OBJEKT

170 x 75 x 64 cm (h x b x t)

Rufpreis
180 000 CZK
   |   7 200 EUR
Synthetische Farbe, Holz, Holzfaserplatte Dieses Werk aus den frühen 1970er-Jahren lässt bereits den Einfluss von Kinetismus, Minimalismus und Poverismus auf Kotlíks Arbeit, die für diesen Lebensabschnitt und diese künstlerische Etappe des Künstlers so charakteristisch sind, erahnen. Nach dem Einzug der russischen Truppen im Jahr 1968 nutzte er seinen Aufenthalt in Westberlin im Rahmen eines DAAD-Stipendiums und blieb mit seiner Frau, Petra Příkazská dort. Die Erfahrung unter deutschen Künstlern, die Bewegung und die Transdisziplinarität machten ihn zu einem visuellen Forscher, was am besten aus den konzeptuellen Experimenten der 1970er ablesbar ist. Er wechselte von der Malerei zur Gestaltung von Objekten, die er später auch zerlegte. So gelangte er letztlich bis zu formreduzierten Formen. Jan Kotík zählte zu den bedeutenden Vertretern der tschechischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Sein Werk stellte er erstmals Ende der 1930er-Jahre bei E. F. Burian vor, und als er in den 1950ern nicht ausstellen konnte, widmete er sich dem Design - als Schaffender und Theoretiker. Er malte allerdings weiter und seine Bilder im Geist der expressiven Abstraktion fanden auch in der internationalen Szene deutlichen Anklang. Auch in Deutschland gelangte er zu Anerkennung. HERKUNFT: Nachlass des Künstlers, Galerie Jiří Švestka, Prag LITERATURVERWEIS: Jan Kotík (Ausstellungskatalog), Berlin 1971; Mladičová, Iva. Jan Kotík 1916 - 2011. Prag: Nationalgalerie in Prag, 2011, s. 362. AUSGESTELLT WAR DAS OBJEKT: im Kunstmuseum Bochum (1978) und in der Kunsthalle Berlin (1971).