Lot 47
Beneš Knüpfer (1844 - 1910) SPIEL MIT DELPHINEN

76 x 134 cm (h x b)

Rufpreis
240 000 CZK
   |   8 889 EUR
Erzielter Preis
430 000 CZK
   |   15 926 EUR
preis ohne Aufpreis
Beneš Knüpfer begann seinen künstlerischen Weg zuerst an der Akademie für bildende Künste in Prag. Ab 1870 setzte er seine Studien an der Akademie in München bei Karl von Piloty fort, bei dem er die historische Malerei studierte. Neun Jahre später ging er auf Studienreise nach Rom, von wo er nicht mehr für immer in die Heimat zurückkehrte. s ist interessant, dass das, was die Arbeit Knüpfers in Italien am sichtbarsten beeinflusste, weder die klassische Antike noch die Renaissancekunst war, wegen derer Studium so viele junge ausländische Künstler hierher kamen. Was sich in Knüpfers Werk am stärksten niederschlägt, ist die Macht des Meeres, die in der Darstellung des Künstlers höchst vielfältig durch Figuren wie Najaden, Sirenen, Delfinen, Tritonen und andere mythische Wesen verkörpert wird. Diese Thematik wurde für den Maler ebenso typisch, wie das großflächige horizontale Format. Die Beliebtheit seiner Werke bestätigt zudem, dass sogar Franz Josef I. im Jahr 1892 ein Bild kaufte, das einen Kampf von Meerestritonen darstellt. Paradox ist, dass, anders als im Ausland, in Böhmen sein Werk zu Lebzeiten nicht ausreichend geschätzt wurde. Viele hielten sie eher für einen gewissen unverstandenen Exotismus. Dem Meeresthema blieb Knüpfer bis zu seinem Lebensende und darüber hinaus treu. Im November des Jahre 1910 entschied er sich für einen freiwilligen Abgang aus dieser Welt, den er durch einen Sprung vom Dampfer ins Meer vollzog. Das in der Auktion angebotene Werk ist ein für den Autor sehr typisches. Ein fast identisches Motiv, nur spiegelverkehrt, ist in der posthum herausgegebenen Monografie von Karel B. Mádl ‘Beneš Knüpfer, seine fünfundfünfzig Bilder, Abb. 46. Öl auf Leinwand, unten rechts signiert mit ‘B. Knüpfer‘.